Gott tragen …

Erinnerungen werden lebendig. An Worte, an Gesten, an Dank.
An Menschen, die mir zu verstehen gaben: du hat mich getragen. Durch deine Anteilnahme,
Deine Art zu leben, Deinen Humor. Oft kam der Dank überraschend, gar nicht erwartet.

Es tut gut zu wissen: nicht nur andere trugen mich, auch ich trug andere Menschen.
Manchmal frage ich mich: sehnen nicht nur wir Menschen uns danach zu tragen und getragen zu werden?
Sehnt sich auch Gott danach, dass wir etwas von ihm in die Welt tragen? Etwas von seiner Güte, seiner
Menschenfreundlichkeit, seinem Verlangen nach Gerechtigkeit?
„Vergönnst noch heutzutage, dass man dich gleichermaßen auf Glaubensarmen trage.“

Gott in die Welt tragen. Vielleicht vermag ich es noch: wenn ich Liebenswertes an anderen entdecke
und es ihnen sage, wenn ich Anteil nehme an ihrem Engagement und hier und da ein offenes Wort wage.

 

Du kamst,
du gingst
mit leiser Spur,
ein flücht’ger Gast
im Erdenland;
Woher? Wohin?
Wir wissen nur: 
Aus Gottes Hand
in Gottes Hand.

Ludwig Uhland

 

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Augenfreundliche Reihe 16

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